www.runegrammofon.com
GET ON THE MAILINGLIST




Reviews RCD2163

Similar awestruck impressions arise when encountering the music of Spunk, the Norwegian improvising quartet of nearly twenty years standing to whom close scrutiny in listening will yield great rewards... Spunk´s element of the project is robust enough to exist without visual  accompaniment. It´s a dense jungle of chirruping hiccups and howls underpinned by sonorous churning cello, as salutary horn fanfares emerge wide-eyed from thickets of acoustic noise. A joyful celebration of Planet Earth´s infinitesimal natural wonders bridging gaps between modern classical music and improvisatory structures.
Rock-a-Rolla (UK) 

SPUNK’s Adventura Botanica features a quartet of voice, cello, French horn and a doubling on flute/trumpet. Composed for a dance piece, the album nods to John Cage’s more fragmented works but that’s about it for reference points. Spluttering brass is underpinned by shimmering cello which gives way to keening vocal overtones. Adventura Botanica is the aural equivalent of moving through a forest and hearing musical conversations fractured by the presence of giant trees acting as sonic baffles.
The Artsdesk (UK)

There´s a teeming and detailed physicality to this botanical adventure, with horns, cello and voices building a multi-layered cartoon devotional that´s rich in irrevent humour: mictrotonal bowing and ceremonial vocals are undermined by muttering and snickering: straight-faced organic drones jostle with garbled glossolalia; and lowing brass swoops and smears conjure lonely sea mammals perched on remote rocks. It brings to mind a combination of Art Ensemble Of Chicago´s more austere, contemporary classical-influenced albums such as "People In Sorrow" and the way-out non-idiomatic freedoms of underground DIY groups such as UK´s Volcano The Bear.
Jazzwise (UK)

Spunk sind das Viermäderlhaus der zeitgenössischen Avantgarde, zumindest jenes Teils, der nordseitig schwer in die Improvisation hineinragt. Erst vergangenes Jahr haben sie ein Mammutprojekt veröffentlicht, die über zwölf Jahre hinweg eingespielte Impro-Session »Das wohltemperierte Spunk« (bei der Rezension haben wir übrigens zwei der vier Damen eine unfreiwillige Geschlechtsoperation verpasst – eine spate Entschuldigung dafür). Es handelt sich um die Sängerin Maja S. K. Ratkje, die Hornistin Hild Sofie Tafjord, die Cellistin Lene Grenager und Kristin Andersen an Trompete und Flöte. »Adventura botanica« klingt beim ersten Reinhören nach impro as usual, entfaltet aber schnell einen wunderbaren Klang- und Spielartenreichtum. Tatsächlich handelt es sich um eine Kooperation mit dem Norwegischen Tänzer und Choreographen Odd Johan Fritzøe, die sich thematisch um die berühmte Reise des Artenforschers Charles S. Darwin nach Madagaskar dreht. Ähnlich wie Darwin, der sich dem Studium der »unsichtbaren Gesetze der Natur« widmete, wenden sich Fritzøe und Spunk der Suche und Sammlung einer unsichtbaren, weil rein akustischen Artenvielfalt zu. Was schon ohne diesen logischen Zusammenhalt eine zwar beliebige, aber herrlich abwechslungsreiche  Soundreise wäre, wird auf diesem Weg zu einer atemberaubend schönen Demonstration davon, was moderne, auf Improvisation beruhende Musik zu leisten vermag. Diesen sprießenden Soundgarten voller lichter Vokalblüten, surrender, insektoider Mikromelodien und schnatterndem Ungeziefer, die dennoch auf rein akustischem Instrumentarium erzeugt werden, muss man gehört haben. Höchstnote.
Skug (AT)

Für ihr Projekt Adventura Botanica, das sie 2013 beim Ultima Festival in Oslo präsentierten, arbeitetet Spunk mit dem norwegischen Tänzer Odd Johan Fritzøe zusammen. Spunks Bühnenmusik, die sie eigens nochmal im Studio einspielten und die sich stilistisch zwischen Free Jazz, freier Improvisation und Komposition bewegt, kann man nun auf dieser Veröffentlichung, die optisch wirklich etwas hermacht, nachhören. Programmatisch orientierten sich die Künstlerinnen bei diesem Projekt an einer Idee Charles Darwins, der Co-Evolution zweier Lebewesen, die er während einer seiner Reisen nach Madagaskar im Jahr 1862 formulierte. Spunk schafft mit Adventura Botanica eine starke Bühnenmusik, die ganz gut für sich alleine stehen kann. Alles ist sehr pur, auf elektronische Klangverfremdungen wird komplett verzichtet. Höhepunkt des Albums ist wohl die zweite Nummer, Hepatica Nobilis, ein Spunk'scher „Jungle-Song“ mit Vogelstimmen und anderem instrumentalen Naturgetöse im Hintergrund. Die Musikerinnen agieren das Album hindurch wahnsinnig flexibel und so fein, weswegen die Musik nie stehen bleibt und immer weitergeht. Langweilig wird es einem hier eindeutig nicht.
Freistil (AT)

Die zündende Idee hinter Adventura Botanica (RCD2163) war eine andere zündende Idee, nämlich die von Charles Darwin, der, Sherlock Holmes vorgreifend, aus der be­sonderen Beschaffenheit der madagassischen Sternorchidee auf einen einzigartigen Befruchter schloss. Der dreißig Jahre später tatsächlich gefunden wurde als Xantho­pan morganii praedicta (der Vorausgesagte), einem Schwärmer mit unwahrscheinlich langem Rüssel. SPUNK bot dieses Phänomen der Koevolution und Koadaption den Stoff für eine Choreographie, für die Odd Johan Fritzøe die Beinarbeit entwarf und Kristin Andersen, Lene Grenager, Maja Solveig Kjelstrup Ratkje & Hild Sofie Tafjord gemeinsam die Musik. Statt unschöner Beispiele wie die Koevolution von menschli­cher Behaarung und, nennen wir sie etwas verschämt lieber Pediculidae, oder auch von Demokratie und Heuschrecken, besingen sie lieber die 'Weiße Seerose', das 'Le­berblümchen' und den 'Berg-Klee'. Was einigermaßen die Anflüge von Frischluft be­sof­fener Jodelei erklärt, weniger klar freilich das Tuten, Fauchen und Schlabbern von Waldhorn und Trompete. Oder lautet das Zauberwort einfach: Natur? Als Wirtin alles Animalischen, aber auch solch mythopoetischer Wesen wie die Nymphen, die hier im Grünen zu schäkern scheinen, von Bienen und Hummeln umbrummt. Die aber auch selber zu Flöte und Cellobogen greifen, um ihr pastorales Biotop zu beschallen, wäh­rend zu ihren Füßen pelzige Viecher hecheln. Andersen spielt zugleich Pan und Echo und simuliert sprudelndes Wasser. Grenager spielt auf dem Cello ein Tänzchen, Rat­kje miaut, girrt und flicht Bändchen aus e und o, während Tafjord das Uh der Waldes­ruh gurrt, und die Sekunden beinahe vergessen, zu ticken. Als Cousinen der Rhein­töchter und der Walküren geben sich die Spunk-Mädels besonders 'naturnah'. Trom­pete und Horn mimen Nöck und Zwerg. Ratkje habe ich noch selten derart jubilieren, das Quartett selten so samisch, so brummbärig, so wild tanzen hören. Bis zum letzten atemlosen Hecheln aus nichtmenschlichen Kehlen.
Bad Alchemy (DE)

Då trioen Spunk i 1999 kalla sitt første album «Det eneste jeg vet er at det ikke er en støvsuger», var eg hekta. Eg meiner, berre tittelen, og eg meiner det hende på dåverande klubb Belleville i Oslo. Ikkje visste eg at dei hadde halde på sidan 1995, og eg skal ikkje skryte på meg at eg har fotfølgt kvartetten med Kristin Andersen (trompet og fløyte), Lene Grenager (cello), Maja Solveig Kjelstrup Ratkje (stemme) og Hild Sofie Tafjord (fransk horn) gjennom alle dei åtte albuma. Men det er med forventing eg set på det niande med tittelen «Aventura Botanica» med dei tre delane «Nymphaea Alba», «Hepatica Nobilis» og «Trimfula Montanum». Og for ei saft og kraft det er på dette albumet, der det verkeleg ikkje bli spart på krutet. Det ligg i korta at dei fire er ute på oppdagarferd i sjølvaste Darwins fotefar, urframført på Ultimafestivalen i fjor i samarbeid med ein koreograf og dansar. Her lyt vi berre bruke fantasien der verket startar med mørke tonar både frå horn og strenger før stemma til Kjelstrup Ratkje verkeleg utfaldar seg. Det er både sterkt og vakkert, men å skildre det med ord endar berre i frasar. Vil du vere med så heng på. Spunk let seg ikkje artsbestemme. Leve Spunk!
Dagsavisen (NO)

http://tidningenkulturen.se

http://torhammero.blogg.no

http://ettoregarzia.blogspot.it

Developed in KeyPublisher, a Keyteq AS©2006 product