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Reviews RCD2188

Kvartetten Spunk kan godt kjennast som eit forstyrrande element i kvardagen. Eg blir i alle fall litt forstyrra av korleis Maja Ratkje, Hild Sofie Tafjord, Lene Grenager og Kristin Andersen gir meg hakeslepp gang etter gang etter gang. I fjor fylte kvartetten heile 20 år og no kan begge setta frå jubileumskonserten på Nasjonal Jazzscene nytast på plata "Still Eating Ginger Bread For Breakfast" (kanskje fordi det blei spelt inn i desember?). For ein konsert det var! Og for ei plate det har blitt! Innanfor kollektiv, fri improvisasjon er ei plate på nesten 80 minutt lenge, men her er det så mykje som skal skje og feirast, at det må vi nesten unne dei. Frå mystisk og smått aggressiv plystring, skraping, susing, pusting og rassling, til vakre, atmosfæriske, meditative passasjar og lydlandskap. Spennet av uttrykk, stemningar, digitale og analoge effektar, og ikkje minst ulike instrument er for mykje å gjengi her, anna enn å seie. Det heile har blitt miksa og produsert til eit fantastisk velklingande og klårt lydbilete. Alle nye møter med Spunk er rein glede.
Jazznytt (NO)

Wer Unästhetik derart auf die Spitze treibt wie beim Cover von Still Eating Gingerbread for Breakfast (RCD2188), der vertraut auf andere Reize. Oder schlicht auf die Zugkraft des Namens SPUNK. Der Mitschnitt der beiden Sets ihres 20th Anniversary Concerts am 2.12.2015 in Oslo kitzelt dann auch gleich die Abenteuerlust wie Ameisen in den Langstrümpfen. Kristin Andersens Trompeten- & Blockflötenklänge, das brummige Cello von Lene Grenager, das dröhnende und röhrende Waldhorn von Hild Sofie Tafjord, die Vokalisation, das Theremin und die Oszillatoren von Maja S. K. Ratkje, sie und Tafjord auch noch mit Live-Processing und Sampling, die saugen einen in einen Traumfluss, in dem es kein Halten gibt. Alles changiert, fluktuiert, pfeift, keckert und jault, schabt, quietscht und heult. Mit anschwellender Erregungskurve erreichen die ersten 44 Min. auf halbem Weg ein Maximum an Brownscher Hexenkesselturbulenz. Mit flatterndem Blech, pfeifenden Glissandos, bohrenden Trillern, dicken Backen. Dann lässt der Druck wieder nach, die Walküren entspannen und räkeln sich, greifen zur Zigarette, kauen an Grashalmen. Im Hintergrund klappern und zucken aber weiter Kentaurenhufe, klingeln Schellen, der Groove will nicht abreißen. Emsig klopfend, mit zuckelnder Flöte, schnaubenden Nüstern, windschiefem Gefiedel, launigem Singsang zum Klingklang von Spieluhr und Krimskrams. Ratkje jubiliert auf hohen Gipfeln, Tafjord tutet Alphorn, die Zeit fließt wie Honig. Denn alle Lust will bekanntlich Ewigkeit. Die zweiten 35 Min. beginnen mit Attacco, als Krawall in der Schachtel, kandidelig, hechelnd, knarzend, mit trappelnden Pfötchen, Schnäuzchen, die an einer Mund- harmonika schnuppern. Frettchenalarm, Zeitrafferhektik Auch das Waldhorn bringt keine Ruhe, Münder pressen, blubbern, zerren am Blech, Maja kirrt, der Bogen surrt und kratzt. Was rappelt, wimmelt, brodelt, flötet, das lebt, lebt sogar sehr. Motorisches Brummen legt sich darüber wie ein Schatten, löst Alarm und Panik aus, hinterlässt Trauern und Klagen. Aber Spunk wäre nicht, was Champions frühstücken, wenn nicht im Horndunkel aus gewürgter Kehle widerständige Codes ausgestoßen und neues Gebrodel sich abzeichnen würden.
Bad Alchemy (DE)

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